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Half empty shelves with assorted products in jars and containers in supermarket during quarantine

Photo by Roy Broo on Pexels

Welche Kette in München diese Woche bei Milch, Butter und Brot günstiger ist, lässt sich nur mit den aktuellen Angeboten der umliegenden Filialen beantworten. Aldi, Lidl oder Rewe pauschal zum Sieger zu erklären wäre irreführend, denn entscheidend sind der gesamte Warenkorb, der Standort und die zusätzliche Fahrt.

Am Freitag um 17:38 Uhr steht die fiktive Münchnerin Lea in ihrer Küche in Sendling. Sie arbeitet im Schichtdienst, vor ihr liegt der am Mittwoch eingesteckte Prospekt, daneben ein Einkaufszettel: Milch, Butter, Brot und die Lebensmittel fürs Wochenende. Auf dem Handy sieht sie Angebote eines anderen Händlers, die auf dem Papier fehlen.

Lea muss gleich los. Wenn sie dem falschen Preisvergleich folgt, kauft sie entweder den teureren Korb oder fährt wegen weniger Cent zu einem zweiten Laden. Beides wäre ärgerlich: Das Wochenende wird nicht billiger, wenn die Ersparnis unterwegs für Zeit und Fahrt draufgeht.

Warum der Mittwochsprospekt am Freitag nicht mehr genügt

Ein gedruckter Prospekt kann weiterhin gültig sein und trotzdem kein vollständiges Bild liefern. Er zeigt ausgewählte Wochenangebote einer Kette. Er beantwortet nicht automatisch, was Milch, Butter und Brot zusammen bei den erreichbaren Aldi-, Lidl- und Rewe-Filialen kosten.

Genau dort entsteht die Freitagslücke. Der Prospekt in Leas Hand ist noch nicht abgelaufen, doch inzwischen hat sie mehrere unverbundene Preisstände vor sich: das Papierangebot, aktuelle digitale Angebote und die regulären Preise der übrigen Artikel. Ein besonders günstiges Stück Butter macht noch keinen günstigen Einkauf, wenn Milch und Brot dort mehr kosten.

Hinzu kommt die Entfernung. Ein Angebot am anderen Ende Münchens gehört rechnerisch zum Vergleich, praktisch aber selten zum vernünftigen Einkaufsplan. Wer für einen kleinen Preisvorteil quer durch die Stadt fährt, tauscht Geld gegen Zeit, zusätzliche Strecke und Unsicherheit.

Deshalb braucht der Vergleich zwei Summen: den Preis des vollständigen Korbs und den Aufwand für den Weg. Die Frage lautet nicht „Wo ist Butter im Angebot?“, sondern „Wo bekomme ich meine drei Artikel insgesamt am günstigsten, ohne dafür eine unnötige Runde zu drehen?“

So vergleichst du Milch, Butter und Brot sinnvoll

Schreibe zuerst die tatsächlich benötigten Produkte auf. „Milch“ allein kann zu ungenau sein. Menge, Sorte und Packungsgröße müssen vergleichbar sein, sonst steht ein niedriger Preis neben einem anderen Produkt und sieht nur zufällig besser aus.

Prüfe anschließend drei Varianten:

  1. den günstigsten vollständigen Einkauf bei nur einem Händler,
  2. eine Aufteilung auf zwei Geschäfte,
  3. die zusätzliche Strecke, die durch den zweiten Stopp entsteht.

Best Price Alert übernimmt diesen Vergleich mit aktuellen Wochenangeboten und Preisen in der Nähe. Aus der Einkaufsliste entstehen gerankte Ein- und Zwei-Laden-Pläne. Über die Gewichtung zwischen Bequemlichkeit und Ersparnis bestimmst du selbst, ob ein niedrigerer Gesamtpreis die weitere Strecke rechtfertigt.

Dabei geht es um die Preise vor dem Einkauf. Du musst keinen Kassenbon einreichen und nicht darauf warten, dass ein nachträglicher Betrag bestätigt wird. Du siehst vorher, welche Kombination für deine Liste infrage kommt.

Für die Grundentscheidung ist der Gedanke aus Aldi, Lidl und Rewe im Preisvergleich: Warum für Jana der ganze Warenkorb zählt besonders wichtig: Das auffälligste Einzelangebot kann vom Gesamtpreis in die falsche Richtung führen.

Wann sich der zweite Laden wirklich lohnt

Kurz vor dem Aufbruch gibt Lea ihre drei Produkte in eine wiederverwendbare Liste ein. Nun steht nicht mehr das größte Angebotsfeld aus dem Prospekt im Mittelpunkt. Sie sieht einen Ein-Laden-Plan und eine mögliche Aufteilung auf zwei Händler, jeweils zusammen mit Gesamtpreis und Entfernung.

Der günstigere Einzelartikel hätte sie zu einer Extra-Runde verleitet. Beim ganzen Korb fällt der Vorteil kleiner aus. Lea schiebt die Gewichtung ein Stück in Richtung Bequemlichkeit und entscheidet sich für einen Laden.

Das ist kein Sieg einer bestimmten Kette. Es ist eine Entscheidung für diesen Freitag, diesen Einkaufszettel und Leas erreichbare Geschäfte. In der nächsten Woche kann dieselbe Liste ein anderes Ergebnis liefern.

Ein zweiter Stopp ist sinnvoll, wenn die Ersparnis des gesamten Korbs den zusätzlichen Weg für dich rechtfertigt. Ein paar Cent bei Butter reichen dafür selten als Entscheidungsgrundlage. Mehrere passende Angebote bei Milch, Butter und Brot können die Rechnung dagegen verändern. Wie du diese Abwägung sauber triffst, zeigt auch Lohnt sich ein zweiter Stopp für den günstigeren gesamten Warenkorb?.

Was am Freitag auf den Einkaufszettel gehört

Behandle den Prospekt als Hinweis, nicht als fertigen Einkaufsplan. Übertrage die benötigten Produkte in eine Liste und vergleiche den kompletten Korb kurz vor dem Losgehen erneut. Achte dabei auf passende Packungsgrößen, aktuelle Angebotszeiträume und erreichbare Filialen.

Lea steckt den Mittwochsprospekt schließlich nicht in ihre Tasche. Am Freitagabend steht nur ein Laden auf ihrem Plan. Milch, Butter und Brot landen gemeinsam im Korb, und sie kennt die Alternative, die sie bewusst ausgelassen hat.

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